Umzug ist inzwischen gut gelaufen, bin bis auf ein paar Details soweit eingerichtet. Und seitdem fühle ich mich auch deutlich wohler und das Weimweh lässt nach.
Aber in einem anderen Kontinent zu leben ist eine konstante Reise durch das „Anders“. Sogar Sachen, an die man nie gedacht hätte, sind anders. Mein Symbol und Lieblingsbeispiel sind meine Schrauben. Singapurische Schraubenköpfe sind anders als die Deutschen, d.h. alle Schrauben die ich irgendwo hatte, sind hier nicht verwendbar….so ist es bei tausend Kleinigkeiten.
Ich habe aufgehört zu fragen: „Warum“. Warum z. B. stehen 3 Damen hinter der Infotheke, aber alle 3 bearbeiten den selben kleinen Fall, egal ob 25 Leute in der Schlange stehen??? Warum muss ich anstehen um einen Nummer zu ziehen, damit ich dann anstehen darf??? „Warum“ zu fragen, führt in Asien zum Herzinfarkt in jungen Jahren. Kein Wunder, das die Asiaten Yoga erfunden haben.
Aber wunderbar ist, mit einem Gin Tonic (hey, nicht weil es so schön colonialistic ist, sondern weil Gin grad noch so bezahlbar ist) auf dem Balkon zu sitzen….an einem heißen Samstag in den Pool zu hüpfen….all die tollen und manchmal ekelhaften Sachen zu probieren….an tropischen Pflanzen entlang zum Bus zu gehen….in der Dämmerung mit dem Fahrrad am Naturpark vorbeidzudüsen, die Grillen zu hören….da fühlt sich Leben in Singapore…ziemlich gut an…..
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2 Kommentare:
He Carisa, das Gute an den Schrauben, die anders sind ist, dass die Schrauben die bei uns allen manchmal locker sind auf einmal auch nicht mehr passen;-)))) Schön, dass es dir gut geht!
Kann vielleicht sein, dass nicht die ganze Welt nach DIN (Deutsche Industrie-Norm) schraubt? Vielleicht hat man dort bei Euch auch an normlen Gegenständen zöllige Schrauben, wie die Installateure und Fotografen hier auch total unpassende Gewinde an ihren Rohren und Stativen haben. :-)
Aber Du hast recht: Lieber nicht warum schreiben. Mit ein bissl Kraft lässt sich die Schraube vielleicht doch einfach so reinmurksen. ;-)
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